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Projektidee

Deutsches Friedensforschungszentrum - DFZ

Deutsches & internationales Zentrum für praktische Friedensforschung

Friedensforschungszentrum für soziale Schönheit

Solange wir nicht konkret wissen, was Frieden ist, solange gibt es Krieg. Wir benötigen in Deutschland eine Denkfabrik des Friedens, eine Denkfabrik der Friedensforschung, einen deutschen und europäischen Thinktank des Friedens. Wir brauchen ein System des Friedens, das unserem Angst- und Gewaltsystem das Wasser abgräbt. Wir brauchen ein Zentrum für soziale Schönheit. Wir brauchen als erstes Ziel eine Gruppe oder ein Dorf, in dem struktureller Frieden real funktioniert. Es gibt viele Ideen, die nie geprüft wurden. Wir brauchen hierfür eine interdisziplinäre Forschung. Wir brauchen Geld und einen Ort!

Als einen möglichen und symbolträchtigen Ort hierzu (neben Berlin oder Potsdam) möchten wir Nürnberg vorschlagen, das sich in den letzten Jahren einen Namen als Stadt des Friedens und der Menschenrechte gemacht hat. Nürnberg besitzt mit dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände und den Ruinen der Hitlerdiktatur die bundesweit größte bauliche Hinterlassenschaft der Nationalsozialisten.

Zentrum des nationalsozialistischen Denkens, sollte die nie ganz fertiggestellte, monumentale „Deutsche Kongresshalle“ sein. Heute ist dort das Dokumentationszentrum Reichsparteitaggelände untergebracht, in dem die Tragödie des 2. Weltkrieges dokumentiert wird. In der Mitte dieses riesigen Kolosseums gibt es einen unbebauten und öden Platz mit ca. 150m Durchmesser. 

 

Ein architektonisch gelungenes, künstlerisches und rundes Friedensforschungszentrum z. B. mit Glaskuppeln in einer Wasserfläche hätte hier seinen ganz besonderen und für ganz Deutschland symbolischen Platz.
Ein Friedensforschungszentrum an diesem Platz würde bedeuten, ein Handicap in sein Gegenteil zu verkehren und somit eine historische Chance zu nutzen!
Damit würde Nürnberg seinen eingeschlagenen Weg als Stadt des Friedens und der Menschenrechte um einen wichtigen und logischen Schritt erweitern.


Dieses Projekt passt in die Zeit! Diese Idee sollte baldmöglichst von den Medien aufgegriffen werden, eine Diskussion sollte hierzu stattfinden. Stipendiaten und Geldgeber sollten gesucht werden und eine Finanzierung von Stadt, Land, Bund  und Europa sollte beantragt werden.

Nürnberg braucht ein Friedensforschungszentrum! Hierzu gab es einen offenen Brief an die Politik und verschiedene Persönlichkeiten.

 

Hier ein "Architektur Modell" aus Sand (ca. 2x3 Meter, an einem Sommertag von mir am Brombachsee erstellt), wie ein Friedensforschungszentrum in der Mitte der Nürnberger Kongresshalle aussehen könnte. Die Kuppeln, (mit einem Durchmesser von 20 - 40m) sollten aus Glas bestehen und in einer niedrigen flachen Wasserfläche stehen, mit Brücken etc. :

 

Die Glasskuppeln könnten in etwa so aussehen: (1) (2), ein Glassgebäude in einer Wasserfläche sieht etwa so aus: (1) (2) (3).


Dazu noch 2 Skizzen mit weiteren Ideen, z. B. eine Friedensbaum-Skulptur, ein Wunschbaum oder um das Gebäude herum ein Skulpturenpark: "Waffen zu Kunstwerken"!:

Skizzen - Neo von Terra - zum vergrößern anklicken

Eine weitere Idee, um diese filigrane Kunstbauwerk aus Glas und Wasser in den richtigen Kontrast zu setzen, das von den massiven und fast brutalen Wänden von Albert Speers monumentalen Bau umgeben ist: Man könnte die Erdarbeiten für die runde, im Durchmesser etwa 100m große Wasserfläche so gestalten, dass die aufgerissenen Asphaltflecken am Rand im Zustand des "Aufreißens" fixiert werden. So entstünde der Eindruck, dass dieses künstlerische und nachts wie ein Juwel leuchtende Friedensforschungszentrum aus der Erde heraus gebrochen bzw. herausgewachsen wäre.
;-)

Dieses Friedensforschungszentrum wäre gleichzeitig eine Antwort auf die Ratlosigkeit vieler Besucher, die aus dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände herauskommen. Solch ein Architektur Kunstwerk als Friedensforschungszentrum, gerade an diesem Ort könnte außerdem weltweit die touristische Attraktivität Nürnbergs erhöhen und damit mehr einbringen als es kostet.

Die Friedensforschung benötigt heute eine sichtbare Präsenz in den Medien, ein "Friedensforschungs-TV"/ "Friedens TV".
Diesen Gedanken habe ich in einem YouTube Video "Friedensforschungs-TV"  näher erläutert.
Hier ein Beitrag von mir aus der Diskussion auf YouTube 2015 zu diesem Video:

Eigentlich kann unsere Spezies heute fast alles ...alles, außer Frieden. Deshalb brauchen wir viel mehr Friedensforschung, um die Zukunftsfähigkeit unserer Spezies systematisch zu entwickeln!

Gemeint ist eine Friedensforschung, die ihre Aufmerksamkeit vom Krieg abwendet. Der feine Unterschied liegt darin: Wer Frieden will, darf nicht gegen etwas kämpfen, sondern es geht darum, dem Krieg mit smarten Methoden das Wasser abzugraben, wie dies z. B. die japanische Philosophie „Aikido“ zeigt. Deutschland (und Europa) benötigt hierzu ein „Silicon Valley der Friedensforschung“, eine Denkfabrik des Friedens und Gruppenübungsplätze des Friedens. Ein praktisches Testlabor, mit interdisziplinär und künstlerisch/wissenschaftlich begleiteten Friedensdörfern, oder ein praktisches Leuchtturmprojekt (nicht nur ein TV-Scherzprojekt wie seit kurzem „Newtopia“ auf Sat1).

Wünschenswert wäre eine Startfinanzierung von 1 Milliarde Euro für ein ergebnisorientiertes „Human Peace Project“. Zeitrahmen: etwa 1 Jahrzehnt. (Ich denke hier an J. F. Kennedy und sein Apollo Projekt.) Letztlich brauchen wir eine funktionierende Friedensstadt. Nach meinem Kenntnisstand ist so etwas heute machbar, es fehlt nur noch das Geld dafür.

Die Art von Frieden, die ich meine, nennen die Friedensforscher Johan Galtung und Prof. Dieter Senghaas: „Struktureller Frieden“, und der Künstler Joseph Beuys sprach in diesem Zusammenhang von der gemeinsamen Entwicklung zu einer harmonischen und künstlerischen Gesellschaft als eine „Soziale Plastik“. Frieden funktioniert erst dann wirklich, wenn wir das spielerische und reibungslose Teilen unserer Ressourcen hinbekommen. Viele sagen: Das wird nie geschehen. Die heutige Gesellschaft sollte sich aber, gerade hier, nicht von den Neinsagern ausbremsen lassen.

Im Sinne der Aufklärung ist es offensichtlich, dass die Struktur des Krieges und des Lügens ein Bestandteil unseres ganz normalen Zusammenlebens und unserer Spielregeln ist. Es geht hier um den üblichen „Kleinkrieg“. Viele haben zu diesem Thema geschrieben. Erich Fromm, Eric Berne, Krishnamurti, Erving Goffman, Dieter Duhm, Ken Wilber...

Bertolt Brecht beschrieb „strukturelle Gewalt“ so: "Es gibt viele Arten zu töten. Man kann einem ein Messer in den Bauch stechen, einem das Brot entziehen, einen von einer Krankheit nicht heilen, einen in eine schlechte Wohnung stecken, einen durch Arbeit zu Tode schinden, einen zum Suizid treiben, einen in den Krieg führen usw. Nur weniges davon ist in unserem Staat verboten.“

Eines meiner Friedens-Forschungs-Interessen betrifft Beziehungen, Gruppendynamiken, Schwarmintelligenz und die Frage wie dies durch Spielregeln, Umstände, Möglichkeiten und Szenarien beeinflussbar ist. In diesen kollektiven Prozessen kann ich eine „soziale Software“ erkennen, die formbar ist. Als Schauspiellehrer kenne ich hier u. a. die Arbeit von Keith Johnstone, Lee Strasberg und Augusto Boal. Das Stanford-Prison-Experiment offenbarte die Macht der Umstände und die Tatsache, dass Simulationen zur Realität werden können. Ein weiteres wichtiges Gebiet ist die Liebesforschung. Viele wissen gar nicht, dass es so etwas gibt.

Die Rutgers-Universität nahe New York forscht z. B. in diesem Bereich und hier lehrt Prof. Helen Fisher, deren Buch: „Warum wir lieben und wie wir besser lieben können“ ich als aktuelles Standardwerk sehr empfehle. Aus Workshops kenne ich außerdem eine praktische Liebesforschungsarbeit, die in Friedens- und Ökodörfern praktiziert wird. Hier ist heute schon teils ein Know-how entstanden, das in manchen Bereichen erstaunlich weit entwickelt ist.
Im Bereich Hirnforschung und Neuroethik schätze ich außerdem Prof. Thomas Metzinger sehr.

Wenn wir all diese sozial-psychologisch-philosophischen Gebiete (und einige mehr) wie „Mosaiksteine“ zusammenführen, dann ist ein komplementäres und in sich stimmiges Weltbild zu sehen, das ein neues globales Ganzes erkennen lässt. Deshalb halte ich es heute zwar nicht für einfach, aber für möglich, in einem Modellprojekt „strukturellen Frieden“ herzustellen. Der heutige Mensch braucht ein „Softwareupdate 2.0.“, denn in unserem historisch gewachsenen Zivilisierungs-Programm stecken zu viele „Trojaner“ und zu viel „Kampfaffe“. Die Friedensforschung braucht eine Strategie zum Frieden und eine gut sichtbare Arbeitsbühne in den Medien und in der Realität, die neue Friedensideen aufsaugt, ausprobiert, testet, realisiert und vernetzt. Das zeigt der Film hier und ich stelle das auch detailliert auf meiner Webseite vor: www.realtheater.de

 

Friedensforschung 2.0
1.  Wir benötigen eine Mobilmachung der Friedensforschung
2.  Lösung für den Streit der Standpunkte: Polykontexturale Logik
3.  Das Kommunikationszeitalter benötigt eine neue Streitkultur
4 . Was ist "Struktureller Friede" und "Strukturelle Demokratie"

5.  Friedensarchitektur & Friedenstechnik - Europa braucht eine Friedensstadt!
6.  United World Project - Vom Ich zum Wir - Wir sollten vom Ziel her denken!
7.
  Friedensforschungs TV - Neue Friedensideen erfordern eine Medienpräsenz

Projekt RealTheater:
1. Projekt RealTheater - Experimentelle Friedensforschung - Eine konkrete Utopie
2.  Grundlagen: Philosophischer Hintergrund - Radikaler Konstruktivismus (Realitätsforschung)
3.  Grundlagen: Künstlerischer Hintergrund - RealTheater und Schauspiel Know-how
4.  RealTheater & Klartraum (Im Klartraum weiß der Träumende dass er träumt und führt Regie)
5.  RealTheater & Liebesforschung: Für eine Kultur der Liebe durch Kunst und Wissenschaft
6.  RealTheater & Liebesforschung: Romantische Liebe & Sex in einer Zukunftsgesellschaft
7.  Projekt RealTheater - Ausführliche Informationen über das Friedensforschungs Pilotprojekt

 

      
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Text: Neo von Terra  alias Hans Mack  (1)   2015
Der Autor dieser Seite ist freischaffender Künstler und arbeitet als Friedensaktivist, Kabarettist und Schauspiellehrer


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