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Man könnte unser bisheriges Verhalten in Bezug auf
Rollen vergleichen mit einem Handwerker, der unfähig ist das Werkzeug,
dass er in der Hand hält abzulegen, um ein neues und anderes Werkzeug
in die Hand nehmen zu können. Wir kleben sozusagen an den Rollen,
Verhaltensweisen, Einschränkungen und
Traditionen. „Theater ist
eine Berufung aller Menschen, es ist die wahre Natur der Menschheit.“ Wer schon einmal gute Improtheatergruppen auf der Bühne
gesehen hat, der sieht hier ein Extrem, das bereits ein wenig der üblichen
ernsten Egorolle entgegengesetzt ist. Improtheaterspieler bedienen sich
bei ihren Auftritten sozusagen aus allen Möglichkeiten, und bringen
daraus während ihres Auftritts, wie ein Discjockey eine Zusammenstellung
aus der Vielzahl der Rollen- und Szenarien-Möglichkeiten zum Leben.
Beim Improtheater läuft das aber sehr flüchtig. Die Ergebnisse solch einer Improvisation sind oft völlig
lebensecht. Da spielen 2 Leute, die sich vorher vielleicht kaum kannten
eine Situation, so wie sie wirklich wären und wie sie reagieren würden,
wenn diese Situation real wäre, sie also im normalen Leben mit dieser
Situaltion konfrontiert wären. Detailliert funktioniert das (bei einer Gruppe, die sich schon ein paar Workshop-Tage kennt) z. B. so: ich mache zuerst z. B. Lachyoga 30 Minuten zur Entspannung. Dann nach einigen sehr persönlichen Partnerübungen in der Gruppe lade ich die Atmosphäre im Raum vorher emotional weiter auf, indem ich auf DVD eine Liebes Schlüsselszene z.B. aus dem Film Casablanca zeige, ich sage "spürt dieses Gefühl" und es ist im Raum, wir kennen das alle. Dann setze ich für eine Improvisation einen Mann und eine Frau an einen Tisch auf die Bühne und sage: ihr habt einen Anruf bekommen, von einem Freund/Freundin, den/die ihr früher sehr geliebt habt, aber es ging damals durch dumme Umstände nicht und ihr habt ewig nichts gehört (fast jeder hat so eine Geschichte am laufen und erinnert sich) der Partner sagte am Telefon, dass es jetzt und heute möglich ist, weil endlich die Umstände passen und er euch noch liebt und immer an euch denkt, der andere Partner erwidert dasselbe und ihr sitzt euch jetzt in der Kneipe, wo ihr euch gleich verabredet habt, gegenüber Die Szene wird real gespielt: ihr haltet euch gerade die Hände , ihr seht euch in die Augen und schweigt zuerst eine Minute, so geht die von mir in Regie angeleitete Szene an... Versteht ihr das? Es geht darum euere echten Erlebnisse und Gefühle in bezug auf Liebe in diesem Moment auf die Bühne zu holen. Wir sind hier oft gescheitert bzw. hängen geblieben und wollen dort nicht mehr hin um nicht verletzt zu werden, haben aber gleichzeitig Sehnsucht danach. (Insofern hat das auch etwas zu tun mit dem sogenannten "Systemischen Aufstellungen/"Familienstellen" bei dem aber meist nur Probleme der Vergangenheit und nicht Wünsche der Zukunft aufgestellt werden und dazu noch in einer aus der sicht des Schauspielers ungenügenden Szenariotechnik. Aber ich war bei meinen Teilnahmen bei solchen Aufstellungen Die Zuschauer sind fasziniert
weil echtes "Feuer" entstanden ist. Das ist nur ein kleines
kurzes Beispiel. Regisseure und Schauspieler haben Mittel das Feuer der
Liebe, das zumindest als Erinnerung in jedem von uns noch schlummert wieder
richtig anzufachen. Wir nutzen die Erinnerung und die echten Gefühle
eines Menschen, wir haben deshalb Mittel nicht nur Romeo und Julia, sondern
auch das Paradies, soweit es vorstellbar ist, zu inszenieren, wenn man
uns lässt und Zeit und Raum und gibt. (Es muss natürlich auch
alles weitere stimmen, paradiesische Architektur, Kostüme...) Wenn
beide gut spielen, dann ist die Situation so lebendig, echt und glaubhaft,
als ob sie wirklich und real ist und der "Spirit" befindet sich
im Raum. Spieler und Zuschauer spüren das. (Was wäre denn, wenn
ich jetzt sagen würde: bleibt 2 Tage in dieser Rolle... und die Bühne
in ein echtes Hotel verlegen würde? - Wir hätten die Realität
fundamental verändert, ein bischen wie "Gott spielen" -
das klappt - einfach so) Wir Regisseure bringen Leute, die sich hassen,
dazu sich zu lieben und sich von einer völlig anderen Seite wahrzunehmen,
wenn diese Leute uns gewähren lassen... Ein paar Tage Schauspielunterricht
vorher und vor dem acting Lachyoga oder eine andere Entspannungsart genügt
meist als Vorbedingung. Wie gesagt das ganz besondere beim Projekt RealTheater ist, dass mit Leuten gearbeitet wird, denen die wissenschaftliche Erkenntnis wie Wirklichkeit entsteht und ihre Relativität bekannt ist (siehe Radikaler Konstruktivismus) geläufig ist. Das heisst wir betrachten im Projekt das Gespielte nicht als gespieltes, wie es meist in der Theater- und Filmbranche betrachtet wird, sondern wir betrachten es während des Spiels als echt, als ernst, als absolut real. Die bisherige Betrachtungsweise dass nur die "normale" (kausale) Realität real ist, ist ein naiver Irrtum! Eine Glaubenswahrheit, die nur gilt solange man sie glaubt und ernst nimmt. Wir Schauspieler beherrschen den Glauben, das kann man in wenigen Tagen oder Wochen lernen! Die Ernstnahme erschafft den Glauben und der Ernst-Entzug/das Lachen zerstört den Glauben - ganz besonders dann wenn wir dies kollektiv anwenden. Das betrifft alles Soziale und Psychische, das Weltbild und das Selbstmodell. An diesem Punkt sitzt der Paradigmawechsel und der Perspektivwechsel: Wir sprechen der "normalen" und üblichen Realität das Monopol auf den Ernst ab! Wir nehmen unser Spiel, unsere Wünsche und unsere
kollektive Konstruktion ernst, dann ist es ernst! Das Ego-Ich (Ich bin: Name, Beruf, Status, Besitz, Hobbys, feste Meinungen, Partner, Parteizugehörigkeit, Religionsglaube, Karakterwert, Selbstwert...) wird vom Glaube, das dies Ernst ist getrennt und gemeinsam mit anderen, mit Wunschwerten ersetzt. Sicher bleibt das Wissen des Gehirns prinzipiell bestehen, es ist aber erstaunlich, wie anders die Welt wahrgenommen und erlebt wird, wenn man in einer anderen Rolle lebt. Dies zeigt, dass nicht nur eine fixierte Rolle leben kann, wie es bei unserem egozentrischen ("Betriebs-") System ist, sondern jede dem Menschen mögliche Rolle kann das, wenn sie glaubhaft konstruiert wird und ins soziale Netz eingebunden wird. Wenn aus einem "Punkt", also einem Zentrum
(Egozentrum) eine "Fläche", also die Auswahl vieler Ego-Punkte
wird, dann braucht das mentale Selbstmodell, also unser Ich eine neue
Definition: "Wer bin ich, wenn ich plötzlich nicht mehr bin,
wovon ich überzeugt war das ich nur das und nichts anderes bin? Wir
kommen hier zu etwas was, um in der Sprache der Kunst zu bleiben, man
Regieinstanz nennen könnte. (Die Regieinstanz kann auch kollektiv
sein.) Wir übertragen nur etwas auf die Wirklichkeit, was im Theaterbereich bereits funktioniert. Ausserdem erscheinen intensiv gespielte Improvisationen in der Erinnerung und in den Träumen, schon immer dem real erlebten gleichwertig . Schauspieler und Schauspielschüler wissen das. Unser Unterbewusstsein unterscheidet nicht, ob etwas auf der Bühne oder auf der realen Strasse stattfand. Wichtiger ist wie intensiv etwas erlebt wurde. ................... Es gibt hier übrigens eine Analogie zu dem aus der
Traumforschung bekannten Phänomen des Klartraums
oder luziden Traums, das unter gewissen Umständen auf die Realität
übertragen werden kann: Es gilt für die Realität: Wer kollektiv „träumt“, kann sich kollektiv des Träumvorgangs bewusst werden und durch dieses Bewusstsein kollektiv die Realität verändern und umkonstruieren! Der Schauspieler konstruiert die Rolle ähnlich wie das Leben das Ich gestaltet - Schauspieler programmieren mit simulierten realidentischen Erlebnissen und Schlüsselerlebnissen. Das ist ein ungleich wirksameres Kaliber als z.B. NLP. Das sind echte Erlebnisse mit allen Sinnen, die es gibt. ................................... Ist das Thema Liebe nur in der Kunst seriös?
" Es ist, was es ist.“ sagte Erich Fried
und Erich Fromm sprach von der Kunst des Liebens. Einen Frieden
in der Liebe wird es nicht geben, solange uns unbekannt ist, wie wir kollektive,
dauerhafte, unverkrampfte, auch erotische und unverlogene Liebe erreichen,
die nicht flüchtig, privat oder auf 2 Leute beschränkt ist und
die keine Gewalt- und Eifersuchtsreaktion hervorruft, wenn nur eine 3.
Person hinzukommt. Ein Grund warum kaum ein ernsthafter Wissenschaftler auf diesem Gebiet forscht ist der, dass er nicht riskieren will von der wissenschaftlichen Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden, da es eine unausgesprochene, nicht ausdiskutierte, naive und fatale gesellschaftliche Übereinkunft gibt, dass diesbezügliche praktische Forschung generell als unseriös zu gelten hat. .............................. Vor allem immer mehr Jugendliche flüchten
vor unserem „Film der Normalwelt“ in die virtuellen Welten
des PC/Video und Online Spiels, (Es gibt neben den expandierenden Multi-Player
Online Games wie "Second Life" oder "WOW" übrigens
auch Real-Live-Rollenspielgruppen). Die Freiheit – als Avatar und
Spieler (mit neuem Namen, neuer Identität...), die im Cyberspace
möglich und so anziehend ist, könnten wir unter gewissen Voraussetzungen
durchaus und weit besser, in die Realität übernehmen! Denn nichts
ist so intensiv wie die Realität. Die Leute flüchten vor den
Regeln der Realität ins PC-Game. Ich plädiere dafür die
Regeln des Spiels und des Schauspiels (als Rolle Spielen zu können
ohne echte Gefahr für Leib und Leben) in die Realität zu übertragen,
im Projekt RealTheater. Der Nobellpreisträger Manfred Eigen nennt
das Universum: "Das Spiel" - also, lasst uns spielen! „Der Mensch ist umso mehr Schauspieler,
je zivilisierter er ist“
"Der Mensch ist nur Mensch,
wenn er spielt."
Eine Projektidee in der „Betaversion“ (Stand 2008) Verbesserungsvorschläge sind erwünscht - Eine perfekte Projektbeschreibung wird es hier wohl erst geben nachdem die Erfahrungen des ersten RealTheater Projektes vorliegen.
Es geht darum an einem hierzu passenden
Ort (ein Schloss, ein Institut, eine Art Big Brother Container etc.),
im überschaubaren Zeitrahmen und mit diesen anderen kollektiven sozialen
Bedingungen und Spielregeln eine „Anderswelt“, eine soziale
Insel, einen ästhetischen Raum, Gesellschaft im besten Sinne des
Wortes, ein virtuelles Paradies zu konstruieren und alles detailliert
auf Video verfügbar zu dokumentieren. Als wissenschaftliches Forschungsprojekt
wäre diese interdisziplinäre Arbeit ein Novum in der Geschichte.
Als künstlerisches Projekt betrachtet, steht es gleichzeitig jenseits
der Tabuisierung von utopischen Zielvorgaben durch sogenannte Vernunft.
(Die Kunst als letzte Bastion der Freiheit von Denkblockaden.) Spielen ist ein Prozess voll Spaß und schafft - eingebettet in eigene Spielregeln - die Möglichkeit, Erfahrungen in einem gesicherten, geschlossenen Raum zu sammeln. Man kann sich in einer selbst kreierten "Spiel" -Welt ohne Konsequenzen für die übliche Realität verlieren. Prozesshaft fördert es u. a. die Teamfähigkeit, Kreativität und das soziale und emotionale Lernen! 1. Grundbedingungen:
A: Sicherheit:
Im Schauspiel darf keiner sich in eine
andere Rolle vertiefen, bevor er es beherrscht, die absolute Kontrolle
über diese Rolle („Spirit“) zu halten und diese jederzeit
zu beenden. B: Bühnenfreiheit: C: Der vielleicht interessanteste Punkt: Die Regieinstanz - der kollektive Regisseur: Die Herstellung der Regieinstanz ist
absolute Vorbedingung. Sie muss vorher eingeübt werden und verlässlich
und erprobt! sitzen! Eine verlässliche Regieinstanz kennt man bisher
nur aus einer verantwortungsvollen Theaterarbeit. Durch das einfache Wort
Stop kann jeder Spieler die Situation wie ein Standbild einfrieren wenn
etwas verbessert oder wiederholt werden muss, oder etwas gefährlich
wird. Durch diese verlässliche "Notbremse" für das
Spiel (wie schön wäre es wenn die Realität das hätte)
kann unmöglich geschehen was beim Stanford
Gefängnis Experiment passiert ist. Was ist Regieinstanz - Was ist kollektive Regie? Jeder der sich selbst, nachdem er von einer Videokamera aufgenommen wurde, im TV Monitor gesehen hat, kennt zumindest schon einen Teil dieser Spaltung des Bewusstseins zwischen Beobachter und der beobachteten Person. (Wenn man eine konstruierte Rolle spielt, reagiert man nicht persönlich betroffen, wenn diese kritisiert wird. Die Spielsituation und die Regiefunktion ermöglicht endlich eine direkte Kritik, die nicht verletzt. Eine völlig andere Kommunikations- und "Streitkultur" ist so möglich. Fehler müssen nicht mehr mit aus Angst vor Ehrverletzung ignoriert oder mit Gewalt bekämpft werden, sie werden einfach verbessert) Beim gemeinsamen Schauspiel oder der Improvisation auf der Bühne des Schauspielunterrichts entsteht ein außergewöhnlicher Zustand. Man steht als Spieler auf der Bühne und ist sich der erweiterten Spielmöglichkeit bewusst. Jede Aktion bzw. Reaktion hat dadurch höherwertige Bedeutung und man fühlt und erlebt durch das Bewusstsein auf der Bühne zu stehen energetischer und intensiver Man steht im kreativen Handeln. Aufmerksamkeit energetisiert den Körper und Geist. Spielideen werden gegenseitig angenommen und nicht blockiert wie oft in der "Normalwelt". Die Freiheit nach freiem Willen handeln zu können ist hier bewusst. Die Funktion der kollektiven Regie steht im Raum und wird erlebbar. Diese Übereinkunft zwischen allen Teilnehmern im Raum auf die anderen Grundbedingungen und Regeln bewirken eine Art von „Gottfunktion“ sozusagen ein “Realitycheat“ die das freie Geschehen in diesem „ästhetischen Raum“ ermöglichen. (Man könnte was damit möglich ist, in der Computersprache vielleicht als Offenlegung und die Arbeit mit dem sozialen Quellcode bezeichnen). Jeder ist ein Regisseur! Dadurch erst wird es erstmalig möglich positive Kommunikationsweisen und Verhaltensarten (auch im Bezug auf Liebeforschung) in Interaktion zwischen den Spielern aufzuschaukeln, zu potenzieren und dieses Know-how detailliert zu dokumentieren (mit Video zu fixieren), zu verstehen und letztlich zu veröffentlichen. Die Natur selbst schafft es nur äußerst selten eine Vielzahl positivster Eigenschaften in einem Menschen zu vereinen oder zwischen Menschen zur Resonanz zu bringen. Wir können das. Dies führ dazu, dass echte Gefühle,
Ideen und wahre Impulse nicht (wie im normalen Leben) unterdrückt,
tabuisiert, ausgegrenzt oder bestraft werden müssen, sondern ausgelebt
werden können. Alle Energien, die einem Menschen möglich sind
können unter diesen Bedingungen ausgelebt werden. Der „Käfig“
ist offen - und das macht einfach einen unglaublichen Spaß! Deshalb geht es eben nicht darum das
Böse (Nostalgiker würden „Teufel“ sagen) im Leben
zu besiegen und gewaltsam auszugrenzen, was wir mit großem Aufwand
– Militär/Polizei/Justiz... seit Jahrtausenden in Sisyphus-Manier
vergeblich versuchen. Es geht darum das Böse wie im Theater üblich
zu integrieren, es auf ein gesellschafts- und menschenverträgliches
Niveau ohne reales Blutvergießen zu transformieren (das Böse
zu spielen– anstatt das das Böse mit uns spielt). Im Theater
beherrschen wir diese Technik schon! Übrigens wir müssen nicht
mehr passiv in die Glotze schauen, wir können selber spielen, davon
träumen viele. Das Leben wird spannender, wenn man schauspielert. Das, was wir in der „Normalwelt“
als einzelnes gesellschaftliches Ego darstellen, wird ähnlich aufgebaut
wie eine Rolle im Schauspiel (Name, Status, Sozialisierung, private Schlüsselerlebnisse
und Verspannungen...). Ein besseres Mitfühlen als die Bewusstseinserweiterung die andere Rolle zu sein, indem man als Schauspieler in sie einsteigt, ist schlichtweg nicht denkbar. Gerade am Mitgefühl zum Anderen krankt unsere Gesellschaft, für die Mitgefühl nur ein Wort ist, das die Tiefe und das echte Verstehen des anderen Standpunktes nicht beinhaltet. Ein Millionär, der schon mal ein paar Tage die Rolle des Bettlers gespielt hat, wird sich keine Uhr mehr für 10 000 Euro kaufen, er hat Mitgefühl weil er erlebt und gesehen hat. Man muss ihn nicht zwingen, Schauspiel ist Bewusstseinserweiternd. Die Freude über die Möglichkeit
Identitäten anzunehmen und wieder abzulegen auf dem Weg zu intensiven
Gefühlserlebnissen und Erfahrungen deklassiert unsere „Normal“-
Welt als farblos, statisch und eine ganze Dimension ärmer. Es geht darum die Schauspielkunst und Schauspieltechnik vom Rand ins Zentrum der Gesellschaft zu rücken, so dass sie für jeden verfügbar wird. D:
Die Paradoxie zwischen Ernst und Spiel: E: Die
Arbeit mit Schlüsselerlebnissen: Schlüsselerlebnisse wirken wie Weichen für Züge auf Schienen. Sie verändern die Richtung. Sie sind so intensiv, dass sie das Leben prägen – manch Erfolg oder Liebe entsteht genau an diesem Punkt, aber auch manch Scheitern oder gar Trauma. Man denkt oft daran, sie prägen das Leben und Selbstbild und erzwingen förmlich oft tausendfache Wiederholung in diesem „Geist“. Wir können hier Best-Case-Szenarien konstruieren, die in positiver Richtung weit über das hinausgehen, was man normalerweise im Leben erlebt! (Beim Negativen ist das jedoch nicht möglich, da ist das „reale“ Leben besser. Fast jeder Krieg schafft es bis zum absolut denkbarst Negativen für viele Betroffene.) Die „Schwerkraft“ der Regeln in der Normalwelt verhindern bisher wirksam allzu Positives! Wer Hass sucht wird in unserer Gesellschaft in 5 Minuten fündig um eine Hassresonanz vom anderen zu bekommen. Jedem fällt sofort ein was er machen könnte wenn ihm dies als Aufgabe gestellt würde. Das Gegenteil ist weit weniger einfach zu Realisieren. In diesem Bereich geht es um die wissenschaftliche Entdeckung von „Neuland“. 3. Zeitrahmen Optimal wären ca. 4 Monate. (Später fortlaufend falls alles klappt.) 4. Ort
und Szenarienaufbau 5. Mitwirkende 6. Finanzielle
Sicherheit der Mitwirkenden 7. Kosten 8. Thema
Sexualität. "Wir
unterdrücken unsere Güte und unsere Zärtlichkeit"
Wenn wir praktische
Liebeforschung machen wollen und lebensecht und frei von Mauern „spielen“
wollen, dann ist ohne Sex dieses Projekt nicht denkbar. Es geht darum,
die von unserer Gesellschaft verinnerlichte Zensur, den "Polizisten
im Kopf" auch in diesem Punkt abzulegen. Die ganze Freiheit, Zärtlichkeit
und ein Best-Case-Szenario ist erst dann möglich, wenn die sozialen
und psychischen Mauern durchlässig werden. Den Eros, z.B. auf Tantra-
und liebevoll-entspannte Art, kann man dazu unmöglich ausschließen.
Wenn wir die Sexualität ausgrenzen dann bräuchten wir mit einem
praktischen Friedensforschungsprojekt gar nicht erst beginnen.
Die Tabuisierung von Sexualität dürfte einer der Hauptgründe
sein, dass unsere Kultur so gewalttätig ist. Wenn wir strukturellen,
anstatt nur oberflächlichen Frieden wollen, sind wir also gezwungen
die Sexualität zu integrieren, das ist schlicht logisch. Dies erfordert
eine grosse Verantwortung und eine gründliche Vorbereitung, die Bedingungen
hierzu müssen vorher noch genau besprochen werden. Herz und Lust gehören zusammen.
Wird der eine Teil abgelehnt oder weggelassen, kann der andere Teil sich
nicht ganz entfalten. Tantra befreit den Geist. Die authentische und liebevolle
Beschäftigung mit der Sexualität setzt starke Energien frei. Frag Dich selbst, wie stellst Du Dir
die traumhafteste und paradiesischste Szene mit einer Gruppe vor, die
Du Dir überhaupt vorstellen kannst. Welche Wünsche ans Glück,
an die Liebe inclusive Sexulität hast Du? Welche Schlüsselszenen
oder welche Rituale, welchen "Film" würdest Du hierzu gerne
einmal selbst erleben? Was würden wir Wünschen, wenn wir frei
wären? 9.
Konkrete Startsituation des Projekts: Genauso wie in der Physik für manche Grundlagenforschung die Schwerelosigkeit z. B. der International Space Station (ISS) nötig ist, benötigen wir auf sozialen Gebiet die "Schwerelosigkeit" solch eines Projektaufbaus und solcher "Laborbedingungen" um an Verhaltensweisen jenseits einer gewalttätigen Verhaltensmatrix unseres Systems heranzukommen. Um soziale Verhaltensweisen und Resonanz ohne den Einfluss der "Schwerkraft" von Kausalität und Egozentrik beobachten und verstehen zu können. Möglichkeit Nr. 2 wäre es, für das Projekt nötige konkrete Best-Case-Szenarien, und konkrete Rollenidentitäten als experimentelle Start- und Ausgangsrollen vor dem praktischen Einstieg als Auswahl verfügbar zu haben, vorher theoretisch überlegt, konstruiert, gescriptet. (eine Art gemeinsames „PC“ Spiel für die Realität? Eine Art kollektiver Klartraum in der Realität) Ein „Theaterstück“, das sich nach dieser Script-Vorgabe dann selbst weiterspielt, (an das sich bislang noch niemand gewagt hat). Hierzu könnte es eventuell sinnvoll sein, vorher einen Ideenwettbewerb auszuschreiben bzw. eine vorherige Recherche im Web und Literatur zu starten – wie ein real machbares Paradies für 10 bis 20 Leute und einige Tage, Wochen oder Monate ganz konkret aussehen könnte. Ein breiterer geistiger Fundus als Fundament, zur Verfügung wäre hilfreich. (Ideen erwünscht!) Ein eigenes Script hierzu ist in Arbeit. Es liegt im Sinne des Gelingens, sich eben nicht an die gewohnte Denke mit ihren Tabus zu halten, sondern die ganze künstlerische, autonome Freiheit des Denkens, Wünschens und der Phantasie auszuloten. Catch your Dreams! Eventuell wäre es Sinnvoll zwischen Möglichkeit 1 und 2 zu wechseln und abwechselnd einerseits frei zu spielen, improvisieren und danach wieder theoretisch zu konstruieren bevor das „Spiel“ weiter geht, also gescriptete und freie improvisierte Intervalle abzuwechseln (so läuft auch das "normale"Leben). Es könnte vielleicht sinnvoll sein, wenn sich alle Beteiligten ein bis zwei Stunden am Tag zusammensetzen (sozusagen als Autoren ihres eigenen kollektiven Stücks) und eine grobe Struktur des nächsten Tages bzw. die nächsten gescripteten Ereignisse besprechen und vorkonstruieren. Die Aufgabe könnte man ähnlich
sehen, wie die Vorbereitung des Stanford Prison Experiments, allerdings
ist es weit schwieriger ein Best-Case-Szenario aufzubauen als ein Worst-Case-Szenario.
Denn dort brauchte man nur ein (der Gesellschaft lange bekanntes und damit
verfügbares negatives) Gefängnisszenario nachstellen, das dann
real wurde und damit seine eigenen Grundgesetze offenbarte. (Die dort
gewonnene Erkenntnis könnte und kann jederzeit eingesetzt werden
um normale Menschen böse zu machen – Wir suchen hier genau
das Gegenteil) WIR SUCHEN MOMENTAN MITSPIELER, FACHLEUTE UND GELDGEBER FÜR DIESES PROJEKT klick - Start ab 2010 Feedback, Kritik und Lob per Email oder im Forum Es geht nicht um „Die Wahrheit“.
Es geht (im Sinne der Polykontexturallogik)
darum welche Wahrheit die beste und passendste ist und dies kann nur die
Praxis beweisen. Kritik an unserer Gesellschaft ist die eine Seite. Die andere Seite: „Was kann man tun um konkret zu verbessern“ ist jedoch die einzige die letztlich zählt! .................................................................... Zu Teil 4 - Weitere Aspekte => [ Radikaler Konstruktivismus Startseite | Projekt RealTheater Startseite | RealTheater Forum | Friedensforschungs TV | PolykontexturalLogik | RK-Links | RealTheater-Newsletter | Email-Kontakt | Impressum ] |
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